
Der Autor ist Meister I.I.K.
Details zu Materialien und Abmessungen:
- Material: Silber, gehämmert, gegossen, getrieben, vergoldet, Steine
- Höhe: 71,5 cm
- Breite: 33,5 cm
- Sockelmaße: 28 x 19,6 cm
Beschreibung der Monstranz
Diese kunstvoll gestaltete Monstranz besitzt einen ovalen, konvexen Fuß mit dynamischer Kontur, verziert mit ausgeprägten Voluten, Akanthusblättern und Muscheln. Diese dekorativen Elemente verschmelzen vorne und hinten zu einem Kartuschenmotiv, das mit kleinen Blumen in diagonalen Gitterfeldern gefüllt ist.
Der Fuß geht über in einen profilierten konischen Schaft, der durch einen markanten Nodus und ein zusätzliches Zierelement verstärkt wird. Im Zentrum der Fassung befindet sich eine vierblättrige Öffnung für die Hostie, umgeben von massiven, plastisch hervortretenden Voluten, die mit Blattwerk und Rocaille-Ornamentik bedeckt sind.
Bildhauerische Elemente
In den Rahmen sind vier vollplastisch ausgearbeitete Putten sowie Darstellungen von Gottvater, einer Taube (Symbol des Heiligen Geistes) und dem Lamm Gottes integriert. Zwei schwebende Putten halten Füllhörner mit Blumen, während die anderen beiden, auf Voluten sitzend, eine Blumengirlande tragen.
Oberer Teil
Den oberen Bereich der Monstranz dominiert eine monumentale Skulptur von Gottvater, der vor einer Rokoko-Kartusche sitzt und einen Erdglobus – dargestellt durch einen großen blauen Glaskristall – in der Hand hält. Der Rand der Custodia ist mit einer Reihe kleiner transparenter Steine verziert, während der breitere Rand, geformt aus muschelartigen Voluten, zwei größere Steine – einen roten und einen blauen – enthält. Auch die Lunula ist mit farbigen Steinen besetzt.
Ein Strahlenkranz aus geschnittenen Strahlen ergänzt den reich verzierten oberen Teil der Monstranz.
Silbermarke und historische Einordnung
Am Rand des Fußes befindet sich eine kleine Silbermarke, die auf eine ältere Arbeit für Krain aus den Jahren 1806–1807 hinweist.
Werke desselben Wiener Goldschmieds umfassen Kelche aus dem Jahr 1754, die sich in der Stiftskirche St. Nikolaus in Novo mesto und im Dom von Ljubljana befinden.
Archivnachweise
Die Monstranz wird in der Pfarrchronik, Band 2, Seite 69 (1755) erwähnt: Die prächtige Monstranz. Sie erscheint auch in Inventaren aus den Jahren 1777 bis 1850.
Im Inventar von 1785 wird sie als silbern und vergoldet, mit Figuren und böhmischen Steinen verziert, aus 13-lötigem Silber gefertigt und mit einem Gewicht von 6 Pfund beschrieben. Im Jahr 1803 wurde ihr Wert auf 238 Gulden und 57 Kreuzer geschätzt.
Literatur
- Pfarrchronik, Pfarre St. Jakob, Ljubljana, S. 69
- Pfarrarchiv Ljubljana, St. Jakob, Dokumente, Inventare Fasc. 1769–1850, Erzbischöfliches Archiv Ljubljana
- V. Steska: Alte Kirchengeräte in Krain, IMDK XVI, 1906, S. 21
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