Der Altar der heiligen Anna wurde im Jahr 1724 errichtet und bildet aus architektonischer Sicht das Gegenstück zum Altar des heiligen Johannes Nepomuk auf der gegenüberliegenden Seite der Kirche. Im Vergleich zu diesem weist der Anna-Altar eine ruhigere architektonische Komposition auf, bleibt aber weniger konventionell als die beiden vorderen Seitenaltäre.
Anstelle von Säulen wird die Struktur von zwei Skulpturen aus weißem Marmor getragen, die die heilige Maria Magdalena und die heilige Katharina von Alexandrien darstellen – Werke von Francesco Robba, einem der bedeutendsten Barockbildhauer Ljubljanas.
Die Altarmensa zeigt einen aufwärts trapezförmigen Stipes, reich verziert mit Blattreliefs und Engelsköpfen. Zu beiden Seiten der Mensa stehen zwei Paare von Sockeln: Die inneren sind mit Engelsköpfen geschmückt, die in Fruchtornamente (Fruchtgirlanden) übergehen.
In der zentralen Nische befindet sich ein Gemälde, das die heilige Anna zeigt, wie sie der Jungfrau Maria das Lesen beibringt, während der heilige Joachim sie im Hintergrund betrachtet. Dieses Werk stammt von Bartolomeo Letterini, einem der bedeutendsten venezianischen Maler des 18. Jahrhunderts. Zu den Seiten stehen die erwähnten Skulpturen der Heiligen von Robba, auf den seitlichen Voluten knien zwei lebhafte Engel mit ausgebreiteten Flügeln.
Die Voluten steigen zu Pilastern mit korinthischen Kapitellen auf, die ein reich gegliedertes Gebälk tragen. Über den Skulpturen der Heiligen befinden sich konsolartige Kapitelle mit Engelsköpfen und Fruchtornamenten; auch der obere Bogen, der das Retabelgemälde rahmt, zeigt Engelsköpfe.
Das Attikageschoss mit diagonal angeordneten Voluten wiederholt den Hauptaufbau und schließt mit einem geschwungenen, hervortretenden Gesims ab. Oben thront ein Putto mit dem Schriftband SANCTA ANNA, flankiert von zwei Engeln mit den Inschriften: INTERCEDE / PRO NOBIS. In der Mitte des Attikas befindet sich ein ovales Gemälde des heiligen Ulrich, das an den früheren Altar der heiligen Bekenner erinnert.
Im Jahr 1720 stürzte der Boden über der Krypta ein, woraufhin die dort beigesetzten Reliquien vorübergehend entfernt wurden. 1724 wurde die Krypta repariert und der heutige Altar errichtet.
Auf der Mensa war bis vor Kurzem das Gemälde „Der Tod der heiligen Ursula“ von Ivan Grohar (um 1900–1901) ausgestellt. Dieses Werk wurde für die diözesane Bruderschaft der heiligen Ursula für einen guten Tod (gegründet 1899) geschaffen. Heute hängt das Gemälde an einer Pfeilerwand gegenüber dem Altar.
Die heilige Anna, Patronin der Mütter, Ehefrauen, Fruchtbarkeit und Witwen, wird am 26. Juli gefeiert.
Die heilige Maria Magdalena (22. Juli) war die erste Frau, die Jesus folgte.
Die heilige Katharina von Alexandrien (25. November) zählt zu den meistdargestellten Heiligen der christlichen Kunst und ist Patronin der Studierenden, Lehrenden und Frauen.