Monstranz, hergestellt 1755 in Wien. Der Autor ist Meister I.I.K.
Details zu Materialien und Abmessungen:
- Material: Silber, getrieben, gegossen, ziseliert, vergoldet, Steine
- Höhe: 71,5 cm
- Breite: 33,5 cm
- Sockelmaße: 28 x 19,6 cm

Die liturgischen Gefäße der Jakobskirche in Ljubljana zeugen von einer reichen Geschichte und der Großzügigkeit von Adligen und kirchlichen Würdenträgern, insbesondere Bischof Thomas Hren. Die meisten Stücke stammen aus der Jesuitenzeit (1597–1773), als Adelsfamilien wie die Auerspergs, Codellis, Rossis und Schönlebens kostbare Gefäße spendeten. Von den vielen einstigen Schätzen der Kirche sind heute nur wenige ausgewählte Stücke erhalten: Hrens Ziborium, silberne Kelche und reich verzierte Monstranzen, die Meistern aus Augsburg, Graz und Ljubljana zugeschrieben werden und die Höhepunkte barocker und rokokoartiger Goldschmiedekunst widerspiegeln.
Die liturgischen Gefäße der Jesuitenkirche St. Jakob in Ljubljana bezeugen eine reiche Tradition, Großzügigkeit und künstlerische Exzellenz, die die Kirche besonders zwischen der Ankunft der Jesuiten im Jahr 1597 und der Aufhebung des Ordens im Jahr 1773 erreichte. Viele wertvolle liturgische Gegenstände waren Geschenke prominenter Persönlichkeiten wie Bischof Thomas Hren, Erzherzogin Maria und Adelsfamilien wie die Auerspergs, Codellis, Rossis, Colaltos und viele andere. Diese Wohltäter spendeten Ziborien, Kelche, Reliquiare und andere sakrale Objekte.
Bischof Hren, einer der wichtigsten Förderer, schenkte der Kirche 1608 das berühmte silberne Ziborium – bemerkenswerterweise das einzige Stück aus dieser Zeit, das bis heute erhalten ist. Historische Quellen belegen, dass viele wertvolle liturgische Gegenstände in Augsburg in Auftrag gegeben wurden, einem der führenden Goldschmiedezentren Mitteleuropas, Heimat von Meistern wie J. Zeckel und A. I. Drentwett. Ein bemerkenswertes Beispiel ist die reich verzierte silberne Ewige Lampe, die 1722 vom Krainer Adligen J. A. Rasp in Auftrag gegeben wurde.
Besonders faszinierend ist die Geschichte der Gegenstände, die nach 1773 erworben wurden, als der Jesuitenorden aufgelöst wurde und ein Brand 1774 große Teile des Kircheninneren zerstörte. Damals wurden viele Wertgegenstände eingeschmolzen, um die Restaurierung der Kirche zu finanzieren. Dennoch haben einige bemerkenswerte Stücke überlebt: ein silbernes Pax von 1724, Kelche von 1728, ein reich verziertes Ziborium und ein silbernes Rauchfass von 1752 sowie eine aufwendige Rokoko-Monstranz, die 1755 in Wien in Auftrag gegeben wurde.
Die erhaltenen Goldschmiedearbeiten in der Kirche tragen oft Meistermarken, die eine detaillierte kunsthistorische Analyse ermöglichen. Zu den herausragenden erhaltenen Stücken gehört ein Kelch von Leopold Vogtner aus Graz, bekannt für seine reiche Ornamentik und emaillierten Medaillons mit Szenen aus der Jakobskirche.
Im 18. Jahrhundert entstanden auch bemerkenswerte Werke von Laibacher Goldschmieden wie Andreas und Josef Piringer, Jakob Schmid und Matevž Schreiner, deren neobarocke Kirchenausstattung aus dem 19. Jahrhundert besonders geschätzt wird.
In jüngerer Zeit wurde die Sammlung der Kirche durch Werke lokaler Laibacher Metallkünstler wie Ivan Kregar, Janez Dernovšek und der Gießerei Samass bereichert. Die liturgischen Gefäße der Jakobskirche bleiben somit ein außergewöhnliches Beispiel künstlerischen Erbes, das die Entwicklung der Goldschmiedekunst von der Renaissance bis zu späteren historischen Stilrichtungen widerspiegelt.
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