Der Altar der Aufnahme der Jungfrau Maria in den Himmel wurde im Herbst 1721 errichtet – auf Initiative und mit finanzieller Unterstützung des Jesuitenpaters Inocenc Erber. Der alte Altar wurde am 9. September abgebaut, und drei Tage später wurde der sumpfige Boden mit Erlenpfählen befestigt. Danach wurden die Fundamente gelegt, und bereits am folgenden Tag wurde die Altarmensa aufgestellt. Am 15. November, dem Jahrestag der Kirchweihe, war der neue Altar vollständig fertiggestellt.
Die architektonische Gestaltung des Altars zeigt eine ruhige barocke Komposition aus hellrosafarbenem Marmor, mit zwei Säulenpaaren, die die Nische des Altarbildes einrahmen. Links und rechts der Nische stehen die Skulpturen von Joachim und Anna, den Eltern der Jungfrau Maria, deren Fest am 26. Juli gefeiert wird. Diese Skulpturen wurden 1720 vom venezianischen Bildhauer Jacopo Contieri geschaffen. Seine Signatur erscheint als I.C.S. auf dem Sockel der Figur von Joachim und als IACO.S CONTIERUS SCVL. auf dem Sockel der Statue von Anna.
Ebenfalls von Contieri stammen die Engelsfiguren an den Seiten des Aufsatzes, die ein Band mit der lateinischen Inschrift halten:
ASSUMPTA EST MARIA / GAUDENT ANGELI
(„Maria wurde in den Himmel aufgenommen / Die Engel jubeln“).
Die Skulpturengruppe der Krönung Mariens, die sich im Aufsatz befindet, gilt als das erste dokumentierte Werk von Francesco Robba in Ljubljana. Robba kam als Assistent von Contieri in die Stadt und wurde später zu der zentralen Figur der barocken Bildhauerei in Krain.
Das Zentrum des Altars bildet das Gemälde „Mariä Himmelfahrt“, das 1822 von Matevž Langus geschaffen wurde. Obwohl signiert, entspricht das Werk nicht vollständig dem typischen Stil von Langus, weshalb es vermutlich eine Kopie eines älteren Bildes ist, vor dem sich einst die drei marianischen Bruderschaften der Jesuiten versammelten.
In ikonographischer Hinsicht folgt das Gemälde der zweiten klassischen Darstellungsvariante der Aufnahme Mariens, bekannt als „La Asunta“: Maria erscheint allein, umgeben von Engeln, ohne Apostel oder leeres Grab. Diese Wahl spiegelt die theologischen Überlegungen der Verantwortlichen nach dem Konzil von Trient wider, als diskutiert wurde, ob die Apostel tatsächlich Zeugen des Mysteriums der Himmelfahrt gewesen seien.