Der Altar des heiligen Ignatius von Loyola wurde im Jahr 1714 errichtet. Seine Entstehung verdankt sich der großzügigen Spende von 1.000 Goldgulden durch Baron Peter Anton Codelli sowie weiteren 300 Gulden von Adam Lamberg. Architektonisch steht der Altar in enger Beziehung zum Altar der Aufnahme Mariens in den Himmel, der sich an der Nordseite der Kirche befindet.
Der Altar besteht aus zwei glatten Säulen aus rosafarbenem Marmor und zeichnet sich durch eine ruhige Architektur mit profiliertem Gebälk und einem von Voluten gekrönten Abschluss aus. Die Mensa (Altartisch) ist prismatisch geformt, mit zwei stehenden Engeln und reicher pflanzlicher Ornamentik geschmückt; im Zentrum befindet sich eine Kartusche mit dem Christus-Monogramm IHS.
Vor dem Altarbild stehen die Statuen des hl. Stanislaus Kostka und des hl. Aloisius von Gonzaga, gefertigt vom paduanischen Bildhauer Angelo Putti. Die starre Haltung der Figuren lässt darauf schließen, dass beide Heilige zum Zeitpunkt der Errichtung des Altars noch nicht kanonisiert waren – ihre gemeinsame Heiligsprechung erfolgte erst 1726. Über den Säulen halten zwei Engel ein Spruchband mit der lateinischen Inschrift:
„Quam sordet mihi tellus, dum caelum aspicio“
(„Wie nichtig erscheint mir die Erde, wenn ich den Himmel betrachte“).
Im Aufsatz (Attika) des Altars befindet sich eine Skulpturengruppe der Heiligsten Dreifaltigkeit: Gott Vater, Christus und der Heilige Geist in Gestalt einer Taube.
Das ursprüngliche Altarbild, das dem hl. Ignatius gewidmet war, wurde vom Venezianer Niccolò Bambini gemalt, aber bereits 1732 durch das heute erhaltene Gemälde von Johannes Veit Hauchka ersetzt. Darauf ist Ignatius als Priester dargestellt, mit dem IHS-Monogramm auf der Brust, kniend auf einer Wolke, mit zum Himmel erhobenen Händen. In dem vor ihm liegenden Buch ist das ignatianische Motto zu lesen:
„Ad maiorem Dei gloriam“ –
(„Zur größeren Ehre Gottes“).
Der Altar verehrt auch zwei bedeutende Heilige des Jesuitenordens:
- Stanislaus Kostka (1550–1568), Schutzpatron der Jugend und der Studierenden
- Aloisius von Gonzaga (1568–1591), der beim Pflegedienst von Pestkranken starb
Beide sind im typischen Habit der Gesellschaft Jesu dargestellt, jedoch ohne traditionelle Attribute wie Lilie, Kreuz oder Rosenkranz.
Die erste Andacht an diesem Altar wurde am Pfingstsonntag, dem 20. Mai 1714, gehalten – dem Tag der ersten Messe an diesem Ort. Im selben Jahr wurde hier auch die Novene zu Ehren des hl. Ignatius eingeführt.
Dieser Altar ist nicht nur ein bedeutendes Kunstwerk, sondern auch ein Ort der Andacht und Erinnerung an jenen Heiligen, der eine Schlüsselrolle in der katholischen Erneuerung des 16. Jahrhunderts spielte – und dessen Vermächtnis bis nach Ljubljana ausstrahlte.