
Schüler des Jesuitenkollegs an der Jakobskirche, 1651–1653
Janez Vajkard Valvasor wurde im Mai 1641 in Laibach geboren. Er stammte aus einer alten Adelsfamilie, die ursprünglich aus Bergamo kam.
Dank seiner Ausbildung am Jesuitenkolleg in Laibach erwarb er ein solides Fundament für seine spätere Entwicklung als Forscher. Er war ein Universalgelehrter, Zeichner, Sammler und Verleger.
Seine enge Verbindung zum Jesuitenkolleg und zur Jakobskirche zeigt sich auch in seiner Mitwirkung am Entwurf des Sockels und der Säule des Marienmonuments, das als Dank für den Sieg über die Türken im Jahr 1664 errichtet wurde und sich vor eben dieser Kirche befindet.
Nach dem Abschluss seiner Schulzeit unternahm er eine ausgedehnte Reise durch Europa, auf der er zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten seiner Zeit kennenlernte. Später trat er freiwillig mit anderen krainischen Adligen ins Militär ein. Seine militärische Ausbildung erhielt er unter dem Kommando von Nikola Zrinski, und er nahm 1663–1664 am österreichisch-türkischen Krieg in Slawonien teil.
Er reiste weiter durch Europa und Nordafrika. Nach seiner Rückkehr nach Krain heiratete er, erwarb das Schloss Bogenšperk sowie ein Haus in Laibach. Auf dem Schloss richtete er eine eigene Druckerei mit Kupferstichwerkstatt ein, in der er zahlreiche wissenschaftliche und topographische Werke veröffentlichte. Besonders hervorzuheben ist sein monumentales Werk in 15 Bänden, Die Ehre des Herzogtums Crain (Die Ehre des Herzogtums Krain, 1689). In diesen Schriften berichtet er auch über seine Studienzeit in Laibach und hebt die zentrale Rolle der Jesuitenpatres in der Erziehung zahlreicher Kinder hervor.
Er arbeitete mit vielen Gelehrten zusammen, die mit jesuitischen Bildungseinrichtungen verbunden waren, darunter Pavle Ritter Vitezović, mit dem er an topographischen Karten für sein Hauptwerk arbeitete.
Valvasor war ein herausragender Forscher. Einer seiner größten wissenschaftlichen Erfolge war die Untersuchung des Zirknitzer Sees, für die er hohes Ansehen erlangte. 1687 wurde er zum Mitglied der Royal Society in London gewählt, der ältesten wissenschaftlichen Akademie der Welt.
Für seine Beiträge zur Wissenschaft und zur slowenischen Kultur gilt er als Schlüsselfigur der Landesgeschichte. Sein Porträt war auf dem 20-Tolar-Schein der Republik Slowenien abgebildet.
Baron Janez Vajkard Valvasor verstarb im September oder Oktober 1693 in Krško, wo er seine letzten Lebensmonate verbrachte.
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