
Schüler des Jesuitenkollegs an der Jakobskirche, 1754–1760
Jurij Japelj wurde am 11. April 1744 in Kamnik geboren, als Sohn von Primož Apel und Jera.
Seine erste Ausbildung erhielt er in Kamnik unter der Anleitung von Miha Frančišek Paglovec. Nach dem Abschluss seines Privatunterrichts trat er in das Jesuitenkolleg an der Jakobskirche in Laibach ein. Danach setzte er seine Studien in Görz (Gorizia) und Graz fort. 1769 wurde er in Triest zum Priester geweiht. 1771 wurde er zum Kaplan an der Kirche des hl. Antonius in Triest ernannt.
Von 1773 bis 1786 wirkte er als Kanonikus und Notar des Bischofs Herberstein in Laibach. In dessen Auftrag begann er 1777 mit der Übersetzung des Großen Katechismus in Frage- und Antwortform, der 1779 veröffentlicht wurde und zwei Auflagen erlebte. 1784 veröffentlichte er eine Sammlung liturgischer Lieder und Hymnen mit dem Titel Lieder, Gebete und Evangelien für beide häuslichen Ämter.
Gemeinsam mit Blaž Kumerdej organisierte er die Übersetzung der Heiligen Schrift. Das Neue Testament erschien in zwei Bänden, 1784 und 1786.
1787 wurde er zum Professor für Dogmatik in Ježica bei Laibach ernannt. Im selben Jahr begann er mit der Abfassung des Werkes Betrachtungen und Evangelien für alle Sonntage und Festtage des Jahres, das 382 Seiten umfasste. Er wirkte auch an der Übersetzung des Alten Testaments mit, wobei sein Beitrag geringer war. Zusammen mit Kumerdej übersetzte er die ersten vier Bücher Mose, das fünfte übersetzte er alleine. Der Pentateuch wurde 1791 veröffentlicht. 1794 erschien sein Werk Predigten für alle Sonntage des Jahres.
1795 wurde er zum Pfarrer und Dekan in Naklo ernannt, 1799 übernahm er die Leitung des Priesterseminars in Klagenfurt. Er beteiligte sich an der Wiederbelebung der Akademie der Fleißigen (Academia Operoseorum), wo er auch als Sekretär tätig war. 1800 ernannte ihn der Bischof zum Kanonikus und Konsistorialrat, 1806 wurde er zum Schulinspektor und Bildungsdelegierten ernannt. Schließlich wurde er 1807 zum Bischof von Triest ernannt.
Zum Gedenken an Baron Wulfen verfasste er 1805 eine Elegie. Seine letzten gedruckten Worte waren ein Abschiedshymnus zu Ehren von Kaiser Franz I.
Er ist Verfasser einer slowenischen Grammatik, die auch von Linhart erwähnt wurde. Das Manuskript wird in der Lyzealbibliothek von Laibach aufbewahrt (seit 1945: National- und Universitätsbibliothek Sloweniens).
Jurij Japelj starb am 11. Oktober 1807 in Klagenfurt.
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